Pferderassen
Fjord Pferd
Das Fjordpferd, auch als Norweger oder Vestlandhest bezeichnet, stammt von den Wikingerpferden ab und geht – wie das Islandpferd – auf das Germanenpony zurück. Die Ähnlichkeit mit den Przewalskipferden lässt gemeinsame Vorfahren vermuten. Von den norwegischen Bergbauern wurde das tüchtige Fjordpferd als Last- und Zugtier sowie in der Landwirtschaft eingesetzt. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es Versuche, den kleinen Typ (1,30 Meter) durch Einkreuzungen norwegischer Dölepferde, einer Kaltblutrasse, kalibriger zu machen. Das scheiterte, denn die rassetypischen Charakteristika wie Umgänglichkeit und Anspruchslosigkeit gingen verloren. Man kehrte 1871 zur Reinzucht zurück. Als Begründer der Rasse gelten drei Nachkommen des „Njal“: „Øyarblakken“, „Hakon Jarl“ und „Bergfast“. Ponys mit silbergrauem Fell gehen auf den Karbadiner-Sohn „Gudbrand“ zurück. Ab 1886 wurden nur noch reinrassige Pferde zur Weiterzucht zugelassen, Verbesserungen einzig durch Selektion erreicht. In Deutschland setzte sich das Fjordpferd ab den 1940er Jahren durch, ab den 1960ern wurde das Pony im Zuge der Mechanisierung zurückgedrängt. Durch erneute Selektion (wieder schlugen Anpaarungsversuche fehl) wurde der schwere Wirtschaftstyp zum leichteren Reitpony umgezüchtet. Der Zuchtverband „Norges Fjordhestlag“ führt das Zuchtbuch.
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