Pferderassen
Haflinger
Gründerhengst des blondschopfigen Pferdeschlags ist der 1874 geborene „Folie“, ein Sohn des Araberhengstes „El Bedavi XXII.“ und einer arabisch veredelten Südtiroler Landstute. 1877, das Jahr von Folies erstem Deckeinsatz in den Südtiroler Alpen, wird als Geburtsstunde des Haflingers bezeichnet. Die organisierte Haflingerzucht begann, als 1920 das erste Zuchtbuch aufgesetzt wurde und sich 1921 die erste Nordtiroler Haflinger Pferdezuchtgenossenschaft gründete. Noch heute lässt sich die weltweite Haflingerpopulation auf die ersten sieben Blutlinien zurückführen (die A-Linie ist ausgestorben). Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das geschlossene Zuchtgebiet politisch geteilt: Südtirol wurde italienisch, Nordtirol fiel an Österreich. Der „Hafi“ erlebte eine Typwandlung vom stämmigen Berg- zum sportlichen Freizeitpferd. In Deutschland breitete er sich ab den 1930er Jahren aus. Sowohl Österreich als auch Italien haben der europäischen Kommission einen Zuchtverband gemeldet, der das Ursprungszuchtbuch der Rasse führt. Ferner gibt es den „Europäischen Haflinger Verband“. Seit den 1960er Jahren gibt es Einkreuzungen von Arabern, die nicht im Sinne der Haflinger Ursprungszuchtbücher sind und zum Edelbluthaflinger führten. Für sie wird in FN-angeschlossenen deutschen Verbänden seit 2004 ein gemeinsames Ursprungs-Zuchtbuch geführt. Außerhalb Deutschlands ist die Arabereinkreuzung verpönt. Der Edelbluthaflinger hat einen arabischen Blutanteil von etwa 1,57 bis 25 Prozent.
Infobox
Kontakt:
Pferdestammbuch
Schleswig-Holstein / Hamburg e.V.
Steenbeker Weg 151
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Fax: 0431-336142
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