Pferderassen

Isländer

Vor 1000 Jahren kamen die ersten Pferde mit den Wikingern nach Island, dessen isolierte Lage eine Reinzucht begünstigte. Bis heute besteht ein Einfuhrverbot, und auf Zucht- und Sportprüfungen werden konsequenterweise nur rein gezogene Tiere zugelassen. Das Klima auf der Feuerinsel am Polarkreis war rau, das Gelände unwegsam, der Bewuchs karg. Diese Bedingungen prägten eine selbstbewusste Rasse, die sich durch freundliche Genügsamkeit und Leistungswillen auszeichnet. Rassetypisch sind zwei genetisch fixierte zusätzliche Gangarten: der erschütterungsfreie Tölt und der zweitaktige Pass – eine Renngangart, die nicht alle Islandpferde anbieten. Die Farbvielfalt der Wikingerpferde mit dem üppigen Langhaar reicht von windfarben und erdbraun bis hin zu den Fahlrappen und Farbwechslern. Diese tragen im Winter ein anderes Kleid als im Sommer, weil die helleren Wollhaare von den farbigen Deckhaaren überlagert werden. In den 1950er Jahren kamen die ersten Islandpferde nach Deutschland. Heute leben hier 60.000 Pferde und weltweit außerhalb Islands 100.000. Unter dem Dach der „International Federation of Icelandic Horse Associations“ (FEIF) sind Islandpferdevereine aus 18 Ländern organisiert. In Deutschland ist seit 1967 der Islandpferde-Reiter- und Züchterverband (IPZV) die Dachorganisation der Rassefreunde. Das Ursprungszuchtbuch des Islandpferdes heißt „WorldFengur“. Es ist ein Datenbankprogramm im Internet, das den Zugang zu Informationen über Islandpferde ermöglicht, die in den FEIF Mitgliedsländern gehalten werden

Infobox

Quelle: Eilina Oertelt
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Pferdestammbuch
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